Unsere Chronik


Originaltext aus der Chronik von 1951

Gründung einer Zeltgemeinschaft am 28. Juli 1951 (St. Johannis-Gilde/ Oldenburg in Holstein)

An der Gründung einer Zeltgemeinschaft beteiligten sich folgende Gildebrüder:

» Karl Flindt
» Bruno Flindt
» Hans Georg Kruse
» Karl Otto Springer
» Kurt Thode

Die Gründungsversammlung fand am 28. Juli 1951 um 20.30 Uhr bei dem Gildebruder Bruno Flindt statt, zu der sämtliche Gildebrüder mit ihren Frauen erschienen waren.
Es wurden folgende Punkte besprochen und zu Protokoll genommen:

Punkt   1  -  Wahl des Vorsitzenden
Punkt   2  -  Wahl des Schriftführers
Punkt   3  -  Festsetzung des Monatsbeitrages
Punkt   4  -  Austritt aus der Zeltgemeinschaft
Punkt   5  -  Aufbau des Zeltes
Punkt   6  -  Kaffeetrinken
Punkt   7  -  Schiessen
Punkt   8  -  Beschaffung des Pulvers und der Hülsen
Punkt   9  -  Versammlungen
Punkt 10  -  Kaffeetafel

Zu Punkt 1:  Zum 1. Vorsitzenden wurde einstimmig der Gildebruder Karl Flindt gewählt. Karl Flindt nahm die Wahl an.

Zu Punkt 2:  Die Wahl des Schriftführers fiel auf den Gildebruder Kurt Thode. Auch er erklärte sich bereit, diesen Posten anzunehmen.

Zu Punkt 3:  Um die Anschaffung des Gemeinschaftszeltes ermöglichen zu können, wurde beschlossen, den monatlichen bis zur Beschaffung und vollständigen Bezahlung des Zeltes - auf 3,- DM festzusetzen.

Zu Punkt 4:  Erklärt ein Gildebruder seinen Austritt aus der Gildegemeinschaft bereits vor der Beschaffung des Zeltes, erhält er die von ihm eingezahlten Beiträge in voller Höhe zurück, wenn das Ausscheiden aus triftigen Gründen erfolgte.
Nach Anschaffung des Zeltes besteht bei einem evtl. Austritt in keinem Falle Anspruch auf Rückerstattung der Anschaffungskosten. Das volle Anrecht auf das Zelt bleibt aber für die Zukunft bestehen.
Bei Austritt zu einem späteren Zeitpunkt (d.h. nach Bezahlung des Zeltes) erhält der auszuscheidene Gildebruder die für das laufende Jahr (von Gilde zu Gilde) eingezahlten Beiträge zurückerstattet. Eine Rückerstattung kommt aber nur dann in Frage, wenn der Austritt aus triftigen Gründen erfolgte. Kann für das Ausscheiden kein triftiger Grund angegeben werden, verbleiben die eingezahlten Beiträge in der Gemeinschaftskasse.

Zu Punkt 5:  Der Aufbau des Zeltes erfolgt am Vortage und wird nur durch die der Zeltgemeinschaft angehörigen Gildebrüder vorgenommen. Das Mitbringen aussenstehender Personen ist nicht gestattet.

Zu Punkt 6:  Jede Gildeschwester ist verpflichtet, nach dem Aufbau des Zeltes (ungefähr um 7.00 Uhr) zum Kaffetrinken selbstgebackenen Kuchen mitzubringen. Der Kaffee wird aus der Gemeinschaftkasse bezahlt. Die Kinder der Zeltgenossen können selbstverständlich an der Kaffeetafel teilnehmen. Gäste dürfen nicht erscheinen. Sollte einer der Gildebrüder aber zufällig Besuch haben, darf dieser nur durch Mehrheitsbeschluss der Gildebrüder und -schwestern eingeladen werden.

Zu Punkt 7:  Zum Schiessen des Vogels darf die Gildebüchse unserer Väter benutzt werden. Jeder Zeltgenosse ist berechtigt, die von ihm gezogene Nummer zu schiessen. Ob ein Gildebruder unserer Zeltgemeinschaft für einen anderen Gildebruder- der nicht unserer Zeltgemeinschaft angehört- schiessen kann, bedarf noch eines besonderen Beschlusses.

Zu Punkt 8:  Die Anschaffungskosten für Pulver und Hülsen werden aus der Gemeinschaftskasse bezahlt.

Zu Punkt 9:  Die jeweiligen Versammlungen unserer Zeltgemeinschaft werden durch den 1. Vorsitzenden bekanntgegeben und bei einem unserer Gildebrüder abgehalten. Um den immer wechselnden Gastgeber von vornherein festsetzen zu können, wurde beschlossen, nach alphabetischer Reihenfolge vorzugehen.

Zu Punkt 10:  Der für die Kaffetafel erforderlichen Kuchen wird von den Gastgebern gestiftet. Der Kaffee jedoch ist von den anwesenden Gildebrüdern durch eine Umlage zu bestreiten.